Geschichte Theresienkirche

Die Theresienkirche auf der Hungerburg wurde nach Plänen von Architekt Siegfried Thurner erbaut und 1932 eingeweiht. Sie war damals die einzige Kirche der Hl. Therese von Lisieux in Österreich.

Im September 1931 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung der Theresienkirche, die große Zahl der Anwesenden zeugte vom Anliegen der Menschen.


Bischof Weitz selbst zelebrierte die Hl. Messe.

Ansichten der Theresienkirche aus dem Jahre 1935.

Ansichten der Theresienkirche aus dem Jahre 1937 und 1939. Link oben im Hintergrund ersichtlich ist das Dach des "Seehof".

Blick aus dem Südfenster des Kirchturms über die Hungerburg und und Ansicht des Widums von der Gramartstraße her. Im Hintergrund Innsbruck bzw. die Wiesenflächen der heutigen Stadtteile Reichenau und O- Dorf...

Zur Errichtung der Kirche wurden mehr als 60.000 Ziegel von Wallfahrern aus allen Bevölkerungsschichten die 300 Höhenmeter zum Bauplatz heraufgetragen.

Den Eingangsbereich der Wallfahrtskirche zieren zahlreiche Votivtafeln, die von dankbaren Personen gestiftet wurden.

1935 wurde der Künstler Ernst Nepo mit der Gestaltung des Freskenschmuckes beauftragt. Er schuf das weithin sichtbare Bild der Hl. Therese an der Außenfront der Kirche, im Inneren vor dem Altarraum Bilder aus ihrem Leben und zentral einen thronenden Heiland über dem Triumphbogen.

Die Gestaltung der Langhauswände übertrug man 1946/47 Max Weiler, einem jungen akademischen Maler. Anlässlich des 150 Jahr Jubiläum des Tiroler Herz Jesu Bundes schuf Weiler jene großartigen Fresken, die leider die damalige Kunst- und Kulturwelt spalteten und den Künstler sogar zu einer Verhüllung eines Teils seiner Fresken zwangen...

1983 war eine Renovierung vor allem des Kirchendachs und des Fußbodens nötig. Mit der Unterstützung durch private Spender waren diese Arbeiten möglich.

Anlässlich der Spendensammlung widmete der auf der Hungerburg lebende und wirkende Professor Paul Flora selbst dem Pfarrkirchenrat eine Federzeichnung im eigenen unverkennbaren Stil!

Einer Initiative des legendären Altbischof von Innsbruck, Dr. Reinhold Stecher, ist es zu danken, dass die Seelsorge der Hungerburg vom Orden der unbeschuhten Karmeliten übernommen wurde, im Ausgleich für die Beziehung des Pfarrhauses durch ein Kloster eben jenes Ordens.

Im Parterre untergebracht sind der vielfältig genutzte Pfarrsaal sowie die öffentliche Pfarrbibliothek Hungerburg.

Wir danken Herrn Hans Jörg Patscheider für die zur Verfügungstellung seiner privaten Sammlung!