Schwärmerischer Muttertag auf der Hungerburg

Der diesjährige Muttertag veranlasste auf Grund des unerwartet guten Wetters nicht nur die Innsbrucker Bevölkerung dazu, das trautes Heim zu verlassen. Auch mehrere Bienenschwärme benützten das ansprechbare Wetter, um ihrer Königin folgend ein neues Wohndomizil auf der Hungerburg zu finden.

Insgesamt 3x rückte  im Laufe des Muttertages der Hungerburger  Biene Maja Trupp unter der Leitung des ehemaligen Obermaschinisten der FF Hungerburg aus.

Ursache war jedesmal ein niedergelassener Bienenschwarm. Grundsätzlich ist ein Bienenschwarm harmlos, nur äußerst selten sticht eine Schwarmbiene.

Bienenschwarm am Baum          Bienenschwarm größere Ansicht

Trotzdem wurden die "Schwarmanrainer" beruhigt und informiert. Dann wurde das Bienevolk mit Wasser besprüht, um ein weiteres Abfliegen zu verhindern. Eine spezielle Schwarmkiste wurde untergestellt und dann das Volk hineingeschüttelt, bzw. der Traubenast abgeschnitten.

 

Wasser Marsch        Schwarmbox

Anschließend wird wenn nötig ein Sonnenschutz installiert, um eine Überhitzung des Volkes zu vermeiden, dann wäre ein "Abflug" desselben programmiert. Dann heißt es warten: befindet sich die Königin in der Kiste, folgen die treuen Untertanen gesamt nach. Wenn nicht, beginnt das Spiel von neuem, dann fliegt der Schwarm nämlich weiter.

Sonnenschutz

Die heurigen Muttertagsschwärme positionierten sich insgesamt auf annehmbaren Orten, auf dem Wipfel eines Nussbaums (Höhenstr. 126), auf einer Buche (Höhenstr. 130) nahe der Hungerburgbahn und zuletzt am Ast eines Zwetschkenbaumes (Höhenstr. 124a).

"Man kennt ja meine Nummer und ruft mich dann an und fragt um Rat. Nach dem langen Winter, wenn einem nur mehr der Teekessel hinterherpfeift, dann kommt einem so ein kleiner Schwarm als Abwechslung ganz gelegen..." nimmt der Imker die Feiertagsbeschäftigung mit Humor, und kümmert sich nach getaner Arbeit dann noch um die "jüngste Maja" seines großen Clans.

"Biene Maja"

Ein Schwarm ist immer mit einem gewissen Risiko für den Imker verbunden, schließlich kann man mit fremden Bienen auch Krankheiten in den eigenen Stand einbringen...

In erster Linie geht es darum,  schnell zu reagieren und die Bienen  wenn überhaupt möglich, artgerecht zu entfernen. Schließlich besteht trotz allem für Kinder und Bienenallergiker ein gewisses Risiko.

 

Wer genaueres wissen möchte: http://www.bienenwelt.ch/bienenschwarm-kunstschwarm.htm